Multitraining
Aufwärmregeln für das Multitraining
1. Langsame
Belastungsaufnahme
Leichte Geh- bzw.
Laufübungen, Fahrrad, Stepper... (zyklische Bewegungsformen) erlauben dem
gesamten Organismus eine schonende Anpassung an die kommenden Belastungen
2. Niedrige Belastungsintensitäten
Wiederholungszahlen
ab 20 aufwärts müssen mit den Übungen möglich sein.
Achtung! Schnelle
und ruckartige Bewegungen können auch bei niedrigeren Widerständen zu Belastungsspitzen führen!
3. Reihenfolge der Übungen
- Die wichtigsten Hauptmuskelgruppen (Bauch-Rumpf)
sollten Vorrang vor den
Extremitätenmuskeln
(Arme-Beine) haben.
- Antagonistisches
Prinzip: Die einzelnen Muskelgruppen werden immer im Wechsel beübt, z.B. Bauch-
Rücken, Armbeuger-Armstrecker u.s.w optimiert
die Flexibilität.
-
Mobilisieren-Kräftigen- dann erst Dehnen (nur ein erwärmter Muskel lässt sich
gut dehnen)
4. Die Zielgruppe legt Dauer, Intensität und
Charakter des Programms fest.
A. Die Dauer
kann von 10 min bis fast eine Stunde betragen.
B. Die ausgewählten
Übungen müssen ohne Anstrengung absolviert werden können.
C. Der
abwechslungsreiche Charakter im Unterricht wie im Training ist sehr wichtig.
5.
Differenzierung besonders beachten!
Im Unterricht,
Training oder Wettkampf zu belastende Gelenkregionen besonders berücksichtigen.
Dies gilt auch für empfindliche bzw. besonders gefährdete Regionen.
Individuelle Aufwärmprofile entwickeln lassen, zeitliche Freiräume schaffen.
Multi-Training:
Die 10 Regeln im gesundheitsorientierten Kraftfitnesstraining
1. Vor
Aufnahme eines regelmäßigen Trainings ärztliche Untersuchung empfohlen!
Besonders Blutdruck und Infekte beachten!
2. Wichtige Grundtechniken und Prinzipien
kennen lernen und üben
a. Wirbelsäule
bei intensiven Stand- und Sitzbelastungen in sich geradehalten.
b. Achsengerechter
Einsatz der Gelenke
c. Zwangslagen
vermeiden
d. Hohe
Drehmomente vermeiden
e. Gleichmäßige
Geschwindigkeit beachten - ruckartige Bewegungen vermeiden
f. Dehnen ist
grundsätzlicher Bestandteil des Trainings.
3.
Rumpfkraft vor Extremitätenkraft
a. Rumpfübungen (Bauch, Schulter, Rücken, Gesäß)
haben Vorrang vor Beinübungen.
4. Vielseitige
Übungsauswahl
- hilft einseitige Belastungen vermeiden
- schult Gesamtkörperkoordination
- hilft die natürliche Beweglichkeit zu schulen und
zu erhalten.
5.
Ganzkörperübungen anstreben
Liegestütze,
Klimmzüge, Kniebeuge und Dips sind die besten Dysbalancenkiller.
6. Bei auftretenden Schmerzen Übungsdurchführung
abbrechen!
7. Pressatmung vermeiden bei
belastender Phase ausatmen!
8. Belastung langsam steigern
a. Sehnen, Bändern, Knorpel und Knochen benötigen
mehr Zeit zur Anpassung als die
Muskulatur.
b. Ganzkörperübungen bei Anfängern in differenzierten
Ausführungen vorschalten.
c. Nur Übungen durchführen, die mindestens 10-12mal
hintereinander durchgeführt werden
können (gilt nicht für Leistungssportler).
9. Grundsätzlich aufwärmen! ganzkörperlich und lokal (Knorpelschutz)
10.
Down-Regulation beendet grundsätzlich das Training (entspannt und verkürzt die
Regenerationszeit).
Beispiel Kraft-Fitness-Straße
(Multi-Konzept:
Multi-Training Sportverlag Norbert Rühl Sinsheim 1998)